Glossar
Bronchoalveoläre Lavage (BAL).
Kurzantwort
Die bronchoalveoläre Lavage ist ein Probenahmeverfahren, bei dem sterile Flüssigkeit über einen Schlauch in einen tiefen Lungenabschnitt gebracht und wieder abgesaugt wird. Die zurückgewonnene Flüssigkeit enthält Zellen der Lungenperipherie und dient der zytologischen Beurteilung der Entzündung in den tiefen Atemwegen.
Wichtig ist die Abgrenzung zur Trachealspülung, die weiter oben in den Atemwegen entnommen wird. Beide Proben stimmen häufig nicht überein, weil sie unterschiedliche Abschnitte abbilden; eine Trachealprobe ersetzt die tiefe Spülung deshalb nicht. Beurteilt werden die Anteile von Makrophagen, Lymphozyten, neutrophilen Granulozyten, Mastzellen und eosinophilen Granulozyten.
Die Probe stammt aus einem einzelnen Lungenbereich. Ist die Veränderung ungleichmässig verteilt, kann sie verfehlt werden, weshalb teilweise beide Lungenhälften beprobt werden. Beim Menschen dient die Lavage vor allem der Abklärung von Infektionen und interstitiellen Erkrankungen; beim Pferd ist sie das zentrale Werkzeug, um Equines Asthma zu charakterisieren.
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