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ForschungPferd, Schweizer Evidenzplattform

Glossar

Thermoregulation.

Kurzantwort

Thermoregulation bezeichnet die Steuerung der Körpertemperatur durch das Gleichgewicht von Wärmebildung und Wärmeabgabe. Wärme entsteht vor allem im Stoffwechsel und in der arbeitenden Muskulatur; abgegeben wird sie über Haut, Atemluft und die Verdunstung von Schweiss. Gesteuert wird der Vorgang von Zentren im Hypothalamus.

Ein verbreiteter Kurzschluss ist, die Wärmeabgabe allein an der Umgebungstemperatur zu bemessen. Entscheidend ist auch die Luftfeuchtigkeit: Verdunstung ist der wichtigste Weg, und in feuchter Luft verdunstet Schweiss schlechter. Ebenso zählt das Verhältnis von Körpermasse zu Körperoberfläche, denn ein grosser Körper bildet viel Wärme und hat vergleichsweise wenig Fläche zur Abgabe.

Pferd und Mensch teilen die Fähigkeit, stark zu schwitzen, was sie von vielen anderen Säugetieren unterscheidet. Der Pferdeschweiss enthält jedoch ein oberflächenaktives Protein, Latherin, das die Flüssigkeit im wasserabweisenden Fell verteilt, und er ist reicher an Elektrolyten als menschlicher Schweiss. Zusammen mit der grösseren Körpermasse wird die Wärmeabgabe beim Pferd zum begrenzenden Faktor.

HomöostaseAllometrieOxidativer Stress

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