Glossar
Vertrauensintervall.
Kurzantwort
Ein Vertrauensintervall gibt den Bereich an, in dem der wahre Wert nach den vorliegenden Daten plausibel liegt. Es ersetzt eine einzelne Zahl durch eine Spanne und macht damit sichtbar, wie genau eine Studie überhaupt messen konnte. Ein breites Intervall bedeutet wenig Information, ein enges Intervall hohe Präzision.
Praktisch liest man ein Intervall an seinen Rändern: Wenn der ungünstigste plausible Wert immer noch bedeutsam ist, ist die Aussage belastbar. Reicht die Spanne von deutlicher Verbesserung bis zu deutlicher Verschlechterung, ist die Studie schlicht zu klein. Das Intervall sagt hingegen nichts darüber aus, ob die Studie fair angelegt war.
Bei kleinen Pferdestudien sind Intervalle regelmässig breit, weshalb dort ein einzelner Mittelwert besonders irreführt. Ein Ergebnis ohne Intervall ist kaum interpretierbar, unabhängig von der untersuchten Art. Wichtig ist zudem: Eine breite Spanne ist kein Beweis dafür, dass keine Wirkung besteht, sondern ein Hinweis auf fehlende Genauigkeit.
Der Evidenzbrief
Einmal im Monat: neue Synthesen, geprüfte Studien und was sich an der Beweislage geändert hat.