Glossar
Präregistrierung.
Kurzantwort
Präregistrierung bedeutet, dass Fragestellung, Zielgrössen, Gruppengrösse und Auswertungsplan vor Beginn einer Studie in einem öffentlichen Register hinterlegt werden. Später lässt sich dadurch prüfen, ob ausgewertet wurde, was geplant war. Präregistrierung trennt die geplante Prüfung von der nachträglichen Suche nach auffälligen Zahlen.
Ohne Voranmeldung ist der bequemste Fehler das Verschieben des Ziels: Fällt der geplante Endpunkt unauffällig aus, rückt ein anderer, günstigerer Wert nach vorn. Nachträglich entdeckte Zusammenhänge sind nicht wertlos, aber sie sind Hypothesen für die nächste Studie und keine Belege. Genau diese Grenze macht die Präregistrierung sichtbar.
In der Humanmedizin sind Register für klinische Prüfungen weitgehend etabliert und Voraussetzung für die Publikation. In der Pferdeforschung sind sie erst im Aufbau, weshalb dort viele Auswertungen nicht gegen einen vorher festgehaltenen Plan geprüft werden können. Eine hinterlegte Anmeldung ist deshalb ein starkes Qualitätszeichen.
Der Evidenzbrief
Einmal im Monat: neue Synthesen, geprüfte Studien und was sich an der Beweislage geändert hat.