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ForschungPferd, Schweizer Evidenzplattform

Glossar

Publikationsbias.

Kurzantwort

Publikationsbias entsteht, wenn Studien mit deutlichem oder erwünschtem Ergebnis häufiger und schneller veröffentlicht werden als Studien ohne Unterschied. Die zugängliche Literatur zeigt dadurch ein zu günstiges Bild, und jede Zusammenfassung dieser Literatur, auch eine sorgfältige, erbt diese Schieflage.

Der Fehler entsteht nicht nur bei Zeitschriften: Häufig werden Ergebnisse ohne Unterschied gar nicht erst eingereicht, weil sie als uninteressant gelten. Hinweise liefern auffällige Muster, etwa wenn kleine Studien fast nur positive Resultate zeigen. Der wirksamste Gegenzug ist die öffentliche Voranmeldung einer Studie vor ihrem Beginn.

In der Pferdeforschung wiegt der Publikationsbias schwer, weil viele Studien klein sind und von Herstellern, Verbänden oder Kliniken getragen werden. Eine kleine Studie ohne Unterschied verschwindet leicht in der Schublade. In der Humanmedizin bestehen Registerpflichten für klinische Prüfungen, im Veterinärbereich sind sie deutlich lückenhafter.

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